Wieso, weshalb, warum?

20.11.16

Wo liegt das Problem?
Das Problem gibt es nicht, es sind so viele. Zu viele. Wo soll ich anfangen?

Körperlich gesehen..
Da wäre die Schilddrüsenunterfunktion. Zitat der Ärztin: "Ihr Stoffwechsel ist ausgeschalten. Sie brauchen das Essen nur anzusehen und werden dick." Na danke auch.. die Diagnose kam zu spät. Natürlich nehme ich jetzt schon lange Zeit Tabletten, aber die wirken auch keine Wunder.
Von der Veranlagung will ich gar nicht erst anfangen. Dann wären da noch die anderen Medikamente die ich nehme, die laut Ärzten Heißhunger verursachen und allgemein zur Gewichtszunahme führen. Die hab ich doch von allein schon genug.. Zum Schluss sind da noch Lymph- und Lipödeme, die mir das Leben und das Abnehmen schwer machen.

Psychisch gesehen..
Naja was soll ich sagen. Ich bin Frustesser und Gefühlsesser und Wutesser - nennt es wie ihr wollt. Ich verarbeite alles durch Essen. Meistens schlechte Gefühle und von denen gibt es leider zu viele. Die Essstörung wurde schon diagnostiziert, aber so einfach zu heilen ist die auch nicht. Sie steht mir beim Abnehmen noch zusätzlich im Weg. Manchmal hab ich einfach keine Kontrolle. Und irgendwann einmal, vor mehr als zehn Jahren, kam die Depression, damit die Trauer und damit noch mehr Frustessen. And here we are.

Vom Fett bin ich weg, so weit so gut. Ich esse nicht fettig, nie. Ich habe meinem Körper das fettige Essen abgewöhnt und wenn ich heute etwas esse, was viel Fett enthält, wird mir auf der Stelle kotzübel und ich bekomme die Bauchschmerzen des Todes. (Ich gehe hier nicht weiter ins Detail..) Mein Körper weiß einfach nicht mehr mit Fett umzugehen und das ist gut so. Dadurch, dass ich weiß was mir blüht wenn ich zu viel Fett esse und ich davor eine heiden Angst habe, hab ich kein Verlangen danach etwas in der Art zu essen. Fast Food? Pommes? Chips? Mir egal.

Meine Probleme liegen wo anders:
Getränke und Gummibärchen. Vor Allem Zucker, im Allgemeinen.

In den ersten Monaten der low fat "Diät" habe ich mir einen halben Liter Fruchtsaft (möglichst 100%igen ohne Zuckerzusatz) mit einem halben Liter Wasser gemischt und das war gut so. Dazu bin ich mittlerweile zu faul. Fragt mich nicht warum, es ist mir zu viel Aufwand, zu teuer und zu umständlich. Also landete ich wieder bei den Softdrinks, wo 1,5 Liter nur rund 40 Cent kosten. Schmecken tut's ja auch und das Koffein darin kommt mir gerade recht. Ich war noch nie ein Wassertrinker und werde es wohl auch nie sein. Es schmeckt mir einfach nicht und ich neige dazu, wenn nur Getränke da sind die mir nicht schmecken, einfach nichts zu trinken. Sehr lange nichts zu trinken. Das wurde mir schon öfter zum Verhängnis.
Und die Gummibärchen.. In der Zeit in der ich die 10 Kilo abgenommen habe, habe ich viele Gummibärchen gegessen und war begeistert davon, dass ich trotzdem so schnell abgenommen habe. Ich aß low fat und Gummibärchen haben schließlich kein Fett, was soll schon passieren?

Die Quittung dafür hab ich jetzt.
Ich esse immer noch Gummibärchen, viel zu viel. Und das nicht vorhandene Fett ist ja egal, es sind Kiloweise Zucker, Kohlehydrate und dadurch Kalorien die darin stecken. Davon los komme ich nicht und je mehr ich darüber nachdenke umso mehr wird mir klar, dass ich offensichtlich in einer (Zucker-)Sucht stecke.

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