Zwischenstand

27.11.16

Die erste Woche ist zu Ende und auch wenn ich noch ganz am Anfang bin, hatte ich die ersten Erkenntnisse.

Kalorien zählen ist nicht einfach. Vor allem, wenn man wie ich mittags in einer Mensa isst in der man das, was auf den Teller kommt, nicht selbst in der Hand hat. Klar kann ich alle Kaloriengehalte der Lebensmittel ergoogeln, aber ich weiß nicht wie viel da auf meinem Teller liegt und wie es gekocht oder gebraten wurde. Das Einzige worüber ich da die Kontrolle habe ist, dass ich an den "Diät"-Schalter gehen kann, wo laut der Küche schon kalorienarm gekocht wird. Ob das wirklich so ist und vor allem wie kalorienarm das Ganze ist, kann ich natürlich nicht genau sagen.

Obst und Gemüse in den Alltag einbauen ist gar nicht sooo schwer. Ich bin ein kleiner Frühstücksmuffel. Ich stehe jeden Tag um 6 auf und frühstücke erst um 9, wenn ich schon lange in der Schule bin. Da dann meistens ein Brötchen mit Belag. Ich habe mich ein bisschen vor mir selbst erschrocken, als ich morgens um 7 schon einen Apfel und eine Banane intus hatte. Um die Uhrzeit? Und dann auch noch Obst? Wer bin ich?
Karotten habe ich diese Woche auch Unmengen gegessen, das hört man ja öfter als Tipp. Wenn man Appetit hat, dann eine Karotte essen - man hat ordentlich zu kauen und gesund ist es auch noch. Funktioniert soweit ganz gut, aber früher oder später werden mir die Möhren zum Hals raus hängen, also muss ich auch da noch etwas Abwechslung reinbringen.

Die erste Herausforderung war auch schon da. Mitgehen zum Geburtstagsessen - im Dönerladen. Ich hab mich dann für einen Dönerteller entschieden (ohne Fladenbrot), habe Pommes und Reis weggelassen und gesagt, dass ich stattdessen mehr Salat/Gemüse haben möchte. Also letztenendes nur Fleisch und Salat. Ich glaube, das war eine gute Alternative und geschmeckt hat es so oder so.

Woran ich dringend noch arbeiten muss - das Wochenende.
Es müssen dringend kalorienarme Rezepte her und der Süßkram muss weg. Schwierig, wenn man mit dem Partner zusammenwohnt und der Süßkram essen kann wie er lustig ist, ohne dass es direkt ansetzt.

Die ersten Tage an denen ich einfach nur immer, die ganze Zeit, in jeder Sekunde Hunger hatte waren auch schon da. Einerseits gut, ich merke, dass da was passiert in meinem Körper. Andererseits auch echt hart und verdammt unangenehm. Ich hoffe, das geht schnell vorbei und mein Körper gewöhnt sich einfach daran, etwas weniger zu bekommen als sonst.

Auch beim Sport hat sich das Ganze schon bemerkbar gemacht. Ich hatte weniger Energie und Kraft als beim letzten Mal. Klar, wenn ich meinem Körper weniger Energie zuführe. Das hat mich natürlich genervt, aber ich denke, das pendelt sich noch ein. Aber dieses "Mit jedem Mal wird es einfacher" beim Sport und diese "Ich fühle mich danach jedes mal super!"-Menschen... Nein, einfach nur nein. Es wird nicht einfacher und ich möchte jedes Mal danach einfach nur sterben. Oder sagen wir, mich hinlegen, auf den Boden und für immer dort liegen bleiben. An diese Mythen glaube ich also noch lange nicht.

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